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6. September 1511

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Das Wasser holt die Ernte

In den Marschen bei Husum stand die Ernte noch draußen, als das Wasser kam. Am 6. September 1511 brach es bei Lundenberg und Simonsberg ins Land. Eine Wassernot war eine Flutkatastrophe, die Deiche, Ernte und Vieh bedrohte.

Die Küste war nach mehreren schweren Fluten der Vorjahre geschwächt. Hinter den erdigen Deichen lagen die Südermarsch, der Danekog und die Wiesen bei Schwabstedt unter Wasser. Heu lag als Winterfutter in Mieten auf den Feldern oder bei den Höfen. Korn stand noch in Hocken oder wuchs wegen der späten Ernte ungesichert draußen. Die Flut riss viel davon fort.

Das traf auch Helgoland. Die Insel war auf Getreide und Bauholz vom Festland angewiesen, und ihre Seeleute fuhren Häfen wie Husum, Tönning und Hamburg an. Wenn das Wasser Priele verlagerte und Untiefen schuf, änderte sich der Weg der Schiffe. Zwischen den überschwemmten Feldern trieben Heu und Korn davon.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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