Helgoland plant Sanierung des Schulhofs der James-Krüss-Gemeinschaftsschule
Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Helgoland berät über die Umgestaltung des schadhaften Schulhofs. Um das 633.000 Euro teure Projekt zu realisieren, sollen Fördermittel aus dem LEADER-Programm beantragt werden.
Dringender Handlungsbedarf am Schulhof
Die Vorgeschichte der Planung reicht bis ins Jahr 2017 zurück, als der Hauptausschuss eine gemeinsame Planung mit den Schülerinnen und Schülern beschloss. Nach Ideensammlungen der schulinternen „AG Pausenhof“ im Jahr 2021 und Entwürfen des Fachamts Planen und Bauen im Jahr 2023 erstellte ein Planungsbüro 2024 eine Entwurfsplanung samt Kostenberechnung. Aufgrund der defizitären Haushaltslage der Gemeinde wurden bislang jedoch keine Haushaltsmittel für das Projekt genehmigt.Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, drängt aus Sicht der Verwaltung die Zeit. Der Asphaltbelag hat nach intensiver Nutzung, Lieferverkehr mit E-Karren und unter den klimatischen Bedingungen der Nordsee das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Ohne eine zeitnahe Sanierung droht die Sperrung von Teilbereichen der Fläche. Dies würde nicht nur Pausen, Ganztag und außerschulische Freizeitangebote einschränken, sondern auch die Zufahrt und Aufstellflächen für Rettungsfahrzeuge blockieren. Der Schulhof ist die einzige verfügbare befestigte Spiel- und Bewegungsfläche für Kinder und Jugendliche innerhalb der Wohnbebauung der Insel.
Umfang der Baumaßnahmen und Finanzierung
Geplant ist die grundlegende Sanierung der rund 1.300 Quadratmeter großen Asphaltfläche. Das Vorhaben umfasst den vollständigen Rückbau und die fachgerechte Entsorgung des PAK-belasteten Asphalts, eine 30 Zentimeter starke Tragschicht, einen neuen Pflasterbelag mit farblich abgesetzten Bereichen, die Erneuerung der Straßenentwässerung, eine ergänzte Platzbeleuchtung und die Entsiegelung von etwa 150 Quadratmetern für eine Grüninsel. Rund 450 Quadratmeter sind als Verkehrsübungsbereich vorgesehen. Bäume, Spielelemente, Sitzbereiche sowie Verschattungs- oder Regenschutzelemente sind in der Kostenberechnung noch nicht enthalten und sollen später über Spenden oder andere Förderprogramme finanziert werden.Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros dänekamp + partner weist Gesamtkosten von 632.790 Euro netto aus, wobei allein die Entsorgung des belasteten Materials rund 170.000 Euro kostet. Über die AktivRegion Uthlande wird eine maximale LEADER-Förderung von 180.000 Euro angestrebt, was einer Förderquote von 28 Prozent entspricht. Den Eigenanteil von mindestens 452.790 Euro sowie etwaige nicht förderfähige Kosten müsste die Gemeinde tragen und in den Haushalten 2027 und 2028 bereitstellen. Da die Förderperiode 2027 ausläuft und danach keine gleich hohen Fördermittel erwartet werden, sieht die Verwaltung im aktuellen Antrag die letzte Möglichkeit zur Inanspruchnahme der LEADER-Mittel.